Die Honeder Naturbackstube legt großen Wert auf ihre Lehrlingsausbildung und organisiert für ihre Auszubildenden jedes Jahr einen Actiontag. Heuer durften sie in der Region Pyhrn-Priel auf Entdeckungsreise gehen und dabei ihren Teamgeist unter Beweis stellen.

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Kochen wie die Holzfäller. Ein Floß bauen und in See stechen. Einen Schatz suchen und ein Camp am Berg finden - und das ganz ohne Handy. Dieses Abenteuer erlebten die Auszubildenden der Honeder Naturbackstube an ihrem Lehrlings-Actiontag. Jedes Jahr fiebern die jungen Leute darauf hin; wissend, dass sich das Unternehmen immer etwas ganz Besonderes dafür einfallen lässt. Heuer führte man die 15- bis 19-Jährigen nach Spital am Pyhrn. Nur mit Landkarte und Kompass ausgestattet. „Sich zu orientieren war die erste Herausforderung“, sagt Lehrlingsbeauftragte Barbara Prellinger (24). „Anfangs haben wir uns immer wieder verlaufen.“ Und da es pro Gruppe nur je einen Kompass gab, half nur eins: „Es musste z’sammengeholfen werden. Ohne Teamwork hätten wir es nicht geschafft!“

Doch das war noch längst nicht alles: Das nächste Abenteuer wartete am Ufer des Stausees Klaus. Dort lagen Holz, Seile und Reifen. "Unsere Aufgabe war es, daraus Flöße zu bauen", sagt Barbara. Anschließend stachen die Gruppen damit in See, um einen Schatz zu finden, später kochten alle gemeinsam nach Holzfällerart. "Das war alles einfach voi cool." Ein Tag nur für die Lehrlinge, das ist Tradition in der Naturbackstube – die auch die Chefs Reinhard und Helga Honeder nicht auslassen. Schließlich gilt dieser Tag nicht nur der Action, sondern auch dem Teamgedanken. Und der hat große Bedeutung in der Naturbackstube. „Es braucht klare Ansagen, aber jeder geht respektvoll miteinander um“, sagt Barbara, die selbst Konditorin und Bäckerin bei Honeder gelernt hat.

„Es musste z’sammengeholfen werden. Ohne Teamwork hätten wir es nicht geschafft!“

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In Gesprächen mit den Lehrlingen bekommt sie vieles mit – etwa, wie sehr der familiäre Umgang miteinander den jungen Erwachsenen Orientierung und Sicherheit gibt. Genau dieses Gefühl schaffen es Helga und Reinhard Honeder zu vermitteln: „Sie kümmern sich um uns wie um eine große Familie.“ Außer dem Actiontag gibt es noch andere Anreize für die Lehrlinge: Familienfeste, Praktika in anderen Betrieben, Coachings und Lehrlingsmeetings. Auch mit Auszeichnungen motiviert man bei Honeder, die Helga oder Reinhard Honeder persönlich vorbeibringen.

Ein Nachhilfelehrer sowie ein e-Learningsystem unterstützen die Auszubildenden: "Bei Online-Quizzes zu Berufsschulthemen wird der belohnt, der viele Trainings macht und so Punkte sammelt. Diese können die Lehrlinge sparen, um sich damit einen zusätzlichen Urlaubstag zu erarbeiten." Neben diesen Benefits erwartet die Auszubildenden auch jede Menge handwerkliche Praxis: „Wir sind ein großer Betrieb und die meisten Lehrlinge rechnen gar nicht damit, dass sie sofort so viel lernen. Aber vom ersten Tag an haben unsere Lehrlinge die Möglichkeit, Hand anzulegen, etwa beim Teig oder indem sie Gebäck formen."

„Vom ersten Tag an haben unsere Lehrlinge die Möglichkeit, Hand anzulegen, etwa beim Teig oder indem sie Gebäck formen.“

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Die Honeder Naturbackstube ist stolz darauf, dass die meisten Lehrlinge im Unternehmen bleiben: Seit zehn Jahren ist Barbara nun im Team, sie ist ein Paradebeispiel für Karriere mit Lehre - als nächster Schritt ist der Meister möglich, etwa mit dem Ziel Backstubenleiterin. Doch neben Bäckerin oder Konditorin sind auch andere Karriereschritte möglich, wie der Umstieg ins Produktmanagement.

Seit 2019 kann man außerdem Backtechnologie als Lehrberuf wählen und im Backlabor an neuen Teigmischungen feilen. Und wer die Lehre mit Matura gewählt hat, studiert vielleicht Berufsverwandtes wie Diätologie. "Mir taugt mein Job", sagt Barbara Prellinger, "weil unser Team einfach einzigartig ist."


„Mir taugt mein Job, weil unser Team einfach einzigartig ist.“


Text: Mareike Steger / Fotografie: Robert Maybach