Ein Salzstangerl ohne Kümmel? Undenkbar. Das sichelförmige Gewürz sorgt für die besondere Note. Seine Wirkung als Heilpflanze verdankt das Kümmelkorn, das streng genommen eine Kümmelfrucht ist, seinen ätherischen Ölen.

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Seine Frucht kennt jeder. Doch den Echten Kümmel, auch Wiesenkümmel genannt, während der Blüte zu entdecken, ist schwer: Als Doldenblütler hat er weiß blühendes Kraut – von dem es im Sommer zum Verwechseln viele gibt. Sobald der Kümmel reif wird, ist er aber unverkennbar: Seine Spaltfrucht zerfällt in zwei sichelförmige Teilfrüchte, beim Zerreiben steigt das so typische Gewürzaroma in die Nase. Geerntet wird Kümmel mit dem Mähdrescher. Landwirte fürchten hier nichts so sehr wie Wind, denn der lässt die Körnchen auf den Boden rieseln.

Weltweit gibt es rund 30 Kümmelarten, doch nur eine davon wächst in Österreich: eben der Echte Kümmel, übrigens ein Verwandter von Anis und Fenchel. Dieses heimische Gewürz verwendet die Honeder Naturbackstube für ihr Brot und Gebäck. Und es ist besonders wertvoll – denn im österreichischen Kümmel stecken im Vergleich zur internationalen Konkurrenz besonders viel ätherische Öle, die gegen allerlei Bauchbeschwerden helfen.

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Weltweit gibt es rund 30 Kümmelarten.

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Text: Mareike Steger / Fotografie: Robert Maybach / Illustration: Lisa Arnberger